Was bzw. Wie ist ein Freimaurer? Was bedeutet eigentlich Freimaurerei?
Wenn Sie diese Fragen heutzutage an einen Freimaurer richten, könnte seine Antwort sinngemäß wie folgt lauten:

Die Freimaurerei ist nichts Willkürliches,
nichts Entbehrliches,
sondern ein Notwendiges,
das in dem Wesen des Menschen und der bürgerlichen Gesellschaft gegründet ist.

Gotthold Ephraim Lessing
in Ernst und Falk – Gespräche für Freimaurer

Das eigentliche Objekt der Freimaurerei ist der einzelne Mensch, der durch permanente Aufklärung in einer brüderlichen Gemeinschaft dazu befähigt werden soll, sich und seine Mitmenschen, ungeachtet aller Gegensätze, als ein wertvolles Ganzes zu identifizieren.

Freimaurerei ist das stete Bemühen, sich selbst zu erkennen und zu vervollkommnen und verweist
u. a. auf Freiheit, Toleranz und Brüderlichkeit. Dieses Bemühen gilt es ständig neu zu definieren
und aus eigenem Entschluss im täglichen Leben zu praktizieren.

Zum Zeichen der innigen Verbundenheit nennen die Freimaurer einander Brüder.
Der größte Vorwurf gegen einen Freimaurer ist der des unbrüderlichen Verhaltens.

Die Bezeichnung bzw. Anrede Bruder ist der allgemeinste und zugleich höchste Ehrentitel in unserem Bund; er betont den Gleichheits- und Freiheits-Charakter, geprägt von gegenseitiger Achtung und Akzeptanz.

Die Freiheit des Freimaurers basiert auf Erkenntnis und Wissen.
Daher lehnt er jeden Dogmenzwang ab und findet den Begriff seiner Freiheit eingeschlossen in den Worten Glaubensfreiheit und Gewissensfreiheit, die er
für sich beansprucht und die er anderen gegenüber nach dem Grundgesetz
der Toleranz zu üben verpflichtet ist.
Wer seine Schranken (er)kennt, der ist der Freie.